F I P S I (1. Teil)

Ich bin Fipsi und habe ein Zuhause gefunden. Wenn mein Frauchen mich nicht die letzten Wochen nachts draußen gefüttert hätte, wäre ich verhungert. Ich habe  immer laut geweint, weil ich solchen Hunger hatte. Niemand weiß, ob ich wild geboren oder ausgesetzt wurde.

Dann habe ich es auch am Tag gewagt, aus meinem Versteck hervorzukommen. Voller Angst bin ich auf Frauchen zugegangen. Sie sitzt auf der Terrasse und steichelt mich ganz liebevoll. Ich wurde erst in den nächsten Tage nach und nach zutraulicher. Schon habe ich mich in ihr Herz und ihre Wohnung geschlichen!

Als ich auf der Fensterbank sitze, sehe ich Minosch, Frauchen sagt, er wohnt ein paar Häuser weiter. Weiß ich doch, ich musste doch draußen leben, bis jetzt. Ich glaube, er wundert sich sehr, dass ich in der Wohnung bin und er nicht rein darf!

Es dauerte ein paar Tage, bis ich Frauchen gucken ließ, ob ich ein Mädchen oder Junge bin. Ein Mädchen – mit geschwollenen Zitzen!

Ich werde in einen geliehenen Transportkorb gesetzt und zur Tierärztin gebracht. Diese sagt, dass ich in ca. 10 Tagen Junge bekomme. Danach habe ich mich erst einmal vom Transport ausgeruht.

Nun werde ich Frauchen für ihre Fürsorge und Liebe zum Dank meine Babys schenken.

Mein Bäuchlein wird immer dicker. Ich kann jedoch noch überall rauf springen.

Drei Kinder habe ich bekommen, im Wohnzimmer meines Frauchens. Sie war so stolz auf mich, wie toll ich es ohne Hilfe gepackt habe. Jede halbe Stunde kam ein Kleines.

Da mein Frauchen uns nicht alle in ihrer kleinen Wohnung einsperren konnte, sind wir vier Tage später zu Merle nach Schenefeld umgezogen. Sie hat schon öfter Katzenkinder großgezogen. Frauchens Nichte Becci hatte alles organisiert.

Die Wurfkiste mag ich nicht! Deshalb quartiere ich mehrfach meine Kleinen um bei Merle. Die Töchter von Merle, Mimi und Mayla, spielen viel mit uns, das bringt so viel Spaß. Allerdings hat die Katze Mucki dort einiges auszuhalten mit mir. Ich habe immer Angst um meine Jungen.

Das sind sie, meine Kleinen

F L E C K I
S M A R T I E
M Ü C K E

Ich habe ihnen gleich beigebracht, dass sie auf das Katzenklo gehen müssen.

Hier sind sie schon älter und ruhen sich vom Toben aus.

Als ich meine Kinder nicht mehr gesäugt habe, bin ich wieder zu meinem Frauchen gebracht worden. Inzwischen bin ich kastriert und gechippt. Es war alles sehr anstrengend für mich. In bin erst ca. ein Jahr alt, sagte die Tierärztin. Nun ruhe ich mich erst einmal richtig aus.

In einer Woche darf ich wieder nach draußen. Dann sehe ich den hübschen Kater wieder, der mir die Kinder beschert hat. Frauchen hat mir erzählt, dass er hier inzwischen im Garten war und mich gesucht hat.

Heute kommen zwei meiner Kinder von Merle zu Becci und ihrer Bekannten Anni. Merle darf das dritte Kleine behalten, zur Belohnung für all ihre Mühe mit uns.

Hiermit sage ich ein herzliches DANKE an Becci und Merle!

Eure Fipsi

F I P S I (2. Teil)

Nun darf ich nach draußen. Leider habe ich immer so viel Angst. Deshalb gehe ich nur einige Meter weit in den Garten. Ich gehe sogar aufs Katzenklo drinnen, damit mir draußen nichts passiert.

Heute traf ich meinen Freund, den Vater meiner Kleinen, wieder.

Ich erzähle ihm, dass ich inzwischen unsere Babys bekommen habe und eine Weile nicht hier war deswegen.

Er hat verstanden und wir geben uns ein Küsschen.

Ich habe meinem Frauchen bereits die fünfte Maus geschenkt – lebend natürlich! Sie fängt sie ein und setzt sie wieder nach draußen. Das finde ich nicht in Ordnung! Es sind doch liebgemeinte Geschenke! Nun ist eine unter dem Bücherbord verschwunden. Da habe ich jetzt eine Menge zu tun, muss aufpassen, dass sie mir nicht entwischt. Ich lasse sie aber trotzdem heil.

Nun erzählt Frauchen mir immer, wenn sie wieder Nachrichten hat, von meinen Kleinen.

F L E C K I

Fleckis Lieblingsplatz ist auf dem Sofa.

Aber auf dem Bett ist es auch ganz schön.

Einmal strecken nach dem Schlafen…

Inzwischen verträgt sie sich sogar einigermaßen mit Mucki. Flecki ist sehr wild und Mucki schon um einiges älter.

S M A R T I E

Smartie ist eine richtige Wildkatze. Er tobt am liebsten draußen herum.

Leider ist ihm seine Wildheit zum Verhängnis geworden. Er hat sich am Auge verletzt und musste zum Tierarzt.

Smartie spielt bereits wieder.

Im Karton ist es aber auch sehr gemütlich.

Dies ist jedoch die bequemste Lage, meint Smartie. Katzenyoga…

Doch draußen ist es immer noch am schönsten.

M Ü C K E

Mücke ist auch zu einer Draußenkatze geworden. Sie liebt es, durch die Gegend zu stromern.

Danach heißt es Pfötchen waschen.

Weil die Pfötchen gerade sauber sind, wird beim Kuchenbacken geholfen.

War das wieder anstrengend alles. Nun heißt es erst einmal schlafen.

Hand in Hand mit Sally. Das ist einfach wunderschön.

Aber ein entspanntes Sonnenbad ist auch nicht zu verachten.

Frauchen war verreist. Nun lasse ich sie nie wieder los.

Und arbeiten kommt auch nicht infrage. Bitte lieber kraulen….

Zusammen ausruhen ist so schön.

Wie angenehm, nach der Mäusejagd auf dem, von der Sonne gewärmten Autodach, auszuruhen. Leider sehe ich ein wenig zerzaust aus. Jagen ist nicht so einfach.

Sally schläft drinnen, weil es so heiß ist. Da spiele ich heute mal den Torwächter.

!

F I P S I (3. Teil)

Es kommen immer weitere Nachrichten von meinen Kleinen. Frauchen freut sich dann sehr.

Flecki hält Mittagsschlaf, nachdem sie in der Wohnung lange herumgesaust ist.

Smartie hält auch Mittagsschlaf.

Mücke und Sally sind genau so müde.

Jetzt lege ich mich erst einmal hin. Das kann ich auch.

Immer mehr „Schlaffotos“ erreichen uns.

Mücke spielt Fisch, sie ist in ein Aquarium gesprungen.

Hier ist es auch ganz schön…

Ein wenig Katzenyoga tut gut.

Das macht wieder soooo müde.

Wohnungswechsel…

Monate später:

Frauchen ist neuerdings immer so traurig. Sie hat starke Schmerzen, und es strengt sie sehr an, mein Katzenklo zu säubern, die Fressnäpfe hinzustellen und frisches Wasser. Sie weint oft am Telefon. Jetzt weine ich immer, sowie das Telefon klingelt und sie versteht kaum etwas beim Telefonieren. Ich renne immer durch die kleine Wohnung, Frauchen zwischen die Beine. Sie ist schon 2 x gefallen. Ich brauche einfach die Bewegung und die Wohnung ist zu klein.

Frauchen hat Becci, ihre Nichte, gefragt ob sie uns wieder helfen kann. Becci hat eine Anzeige geschaltet. Es melden sich mehrere Personen, aber für uns kam nur Florian in Frage. Er hat eine sehr große Wohnung. Florian suchte nach einer zweiten Katze. Sein Kater Sunny hat den Bruder verloren. Jetzt waren alle schrecklich traurig.

Florian kommt abends zu uns. Ich habe mich gleich in ihn verguckt. Ich laufe immer wieder zu ihm, lasse mich streicheln. Er zeigt meinem Frauchen Fotos von seiner schönen großen Wohnung mit einer Wand voller Kratzbäume. Ein Katzenparadies! Genau das Richtige für mich!

Frauchen freut sich, dass wir eine so gute Lösung gefunden haben, und ich ein schönes neues Zuhause finde. Dort kann ich mich tüchtig austoben. Wir verabschieden uns. Frauchen bringt uns noch zum Auto.

Dann fährt Florian mit mir nach Hause. Ich bin sehr aufgeregt. Als ich Sunny sehe, fällt mir auf, dass er fast wie mein Freund aussieht. Ich hoffe so sehr, dass ich ihn trösten kann.

Nach einiger Zeit verstehen wir uns immer besser. Wir spielen sogar zusammen.

Es ist so schön, durch die große Wohnung zu toben und keine Angst mehr zu haben, dass mir draußen etwas passiert, oder dass ich Frauchen wieder zum Fallen bringe. Die Zeit draußen war schlimm, bis Frauchen mich bei sich aufnahm. Nun bin ich eine Wohnungskatze, zusammen mit Kater Sunny.

Sunny guckt mal nach dem Rechten, ich bleibe in Deckung.

Am liebsten liege ich bei meinem Herrchen auf dem Bauch.

Das ist ja toll! Wir haben einen neuen Kratzbaum bekommen. Ich klettere doch so gerne!

Herrlich! Wir dürfen bei dem schönen Wetter auf die eingezäunte Terrasse! Sunny sitzt im Grünen.

Ich lasse mir genüsslich die Sonne auf den Pelz scheinen.

F I P S I (4. Teil)

Meine drei Kinder sind inzwischen zwei Jahre alt. Mein früheres Frauchen bekommt immer mal Fotos zugeschickt.

Mit Sunny verstehe ich mich sehr gut!

Mücke muss erst einmal etwas trinken. Es ist sooo warm!

Flecki liegt völlig entspannt im Badezimmer. Wasser marsch…

Mücke geht es genau so wie mir. Am liebsten liegt sie auf einem Bauch.

Smartie sonnt sich halb schlafend im Grünen.

Mücke spielt Verstecken. „Huhu, sieht mich jemand?“

Smartie genießt den Duft des Flieders.

Flecki schimpft vor sich hin. Irgend etwas passt ihr wohl nicht?

Mücke und Amber mögen sich.

Bei Smartie ist jetzt erst einmal wieder Schlafen angesagt.

Flecki und Mucki kuscheln etwas.

Mücke ist auch schon wieder müde.

Wenn Flecki ihre Ruhe haben will, versteckt sie sich weiter oben.

Smartie wartet auf ein Mäuslein…

Oh ha! Nun hängt Mücke wohl fest?

Flecki konnte kein Mäuslein sehen von oben.

Smartie träumt vor sich hin…

Flecki hält nach ihrer Familie Ausschau.

Ach, die Sommerwärme ist wunderbar für Smartie.

Mücke bewacht „ihre“ Straße.

F I P S I (5. Teil)

Mir geht es weiterhin sehr gut! Frauchen, Herrchen und Sunny haben mich ja vor knapp zwei Jahren in Liebe aufgenommen. Und ich fühle mich pudelwohl!

Von Smartie hat mein früheres Frauchen die letzte Zeit nichts gehört. Aber Becci schickt von Mücke Fotos und Merle von Flecki.

Flecki liebt es genau so wie ich, auf einem Bauch zu liegen.

Nun hat sie ein tolles Versteck gefunden. Da kann man sogar drin wohnen!

Mücke bewacht mal wieder „ihre Straße“, von der Plattform.

Wasser marsch! Hier schmeckt es doch am besten.

Wenn Becci mit Amber und Sally im Wald spazieren geht, bleibt Mücke doch nicht zu Hause!

Die Menschen im Wald amüsieren sich sehr darüber.

Flecki bewacht die gruseligen Bücher, damit ihr Frauchen sie nicht lesen kann.

Danach ist Erholung angesagt.

Mücke ist vom Warten auf Frauchen völlig erschöpft und schläft gleich ein.

Ach ja, ein kleines Nickerchen am Mittag ist doch genau das Richtige!

Ich soll hier runterkommen? Warum? Es war mühsam genug, hochzuklettern.

Nun hat Frauchen mich doch runter geholt. Dafür beiße ich sie jetzt ein wenig.

Ich bin ihr entwischt. Hier kriegt sie mich nicht!

Mücke macht mal wieder Katzenyoga.

Frauchen hat mich so hingesetzt – für ein schönes Foto.

Mücke macht mit.

Ich sage meinem Frauchen durch die Blume, dass ich sie ganz doll mag.

F I P S I (6. Teil)

Schnell noch ein paar Streicheleinheiten von meinem Herrchen.

Nun geht es los! Neue Fotos von meinen drei Kindern Mücke, Flecki und Smartie.

Mücke hat mit Amber getobt. Jetzt hängt sie erst mal ab.

Amber ist genau so erschöpft.

Da ist ein Karton. Ein Katzenfoto vorne drauf??

NEIN! Es ist Flecki, die sitzt tatsächlich dort drinnen!

Smartie ist nach dem Spielen erschöpft in der Kiste eingeschlafen.

Amber und Sally müssen im Wald an die Leine.

Mücke darf ohne Leine bleiben. Schön weich ist es hier.

Jetzt aber schnell hinterher. Nicht dass Mücke hier vergessen wird.

Flecki ist mit dem Fernsehprogramm überhaupt nicht einverstanden.

Deshalb beißt sie jetzt erst einmal herzhaft zu. Bitte das Programm umschalten!

Jonah hat Geburtstag! Da singt Smartie ihm natürlich ein Ständchen!

Wenn das Holz im Feuer knackt, ist es urgemütlich.

Amber und Mücke sind wirklich sehr gute Freunde.

Was meinst du? Wollen wir kuscheln?

Das ist so wundervoll!

Flecki liebt es einfach, über den Dingen zu stehen.

Wieder unten angekommen, wird etwas Katzenyoga gemacht.

Smartie liegt schon wieder in der Kiste.

Hier ist es jedoch wesentlich gemütlicher.

Mücke hatte Nachtschicht – wie immer.

Schnell eine Katzenwäsche…

Endlich hinlegen. Geht irgendwie nicht heute.

Aber so ist es herrlich bequem.

Nun ist Mücke aber richtig wach!

So viele Teile, wieso passt Smartie nicht richtig in den Karton?

Nun hat es doch geklappt und er kann schlafen.

F I P S I (7. Teil) verfasst am 06.07.21

Immer wieder lasse ich von meinem Herrchen kraulen. Es ist wunderbar!

Dann fresse ich ein wenig mit Sunny zusammen.

Nun versuche ich, Sunny auf den Kratzbaum zu locken.

Miauuuu! Sunny! Nun komm doch her!

Hallo, Sunny! Komm endlich her!

Geschaft!!! Nun halten wir endlich zusammen ein Mittagsstündchen!

Danach muss ich mich dann erst einmal ordentlich bewegen.

Jetzt kommen Fotos von meiner Tochter Mücke. Hat sie nicht schöne Augen?

Hier noch mal im Ganzen… Ja, ich weiß, dass ich schön bin.

Jetzt ein wenig waschen…

Und dann erst einmal tüchtig entspannen.

Warum soll ich hier runter kommen?

Joni hat mich hübsch gemacht.

Nimm sofort das Teil von meinem Kopf! Das ist nicht witzig!

Jonis Rucksack ist prima!

Noch einmal umdrehen…

So ist es am besten!

Smartie ist etwas nass geworden.

Smartie im Winter..

Smartie als Schneekatze.

Von Flecki sind dieses Mal keine Fotos dabei.

Kater Luckys 1. Jahr


Auf einem großen LKW-Parkplatz wurde ich in einem Gebüsch geboren.  Ich war erst  fünf Wochen alt, als meine Mama von der Mäusejagd nicht wieder zu mir zurück kam. Nun war ich ganz allein und hatte furchtbaren Hunger. Da kam ein Mann, hob mich auf und setze mich in diesen großen Karton hinein. Ich kuschelte mich schnell in die Jacke und hatte plötzlich nicht mehr ganz so viel Angst.

Wo bin ich denn nun? Hier ist es viel weicher, als auf dem sandigen Gelände. Das ist zwar sehr schön, doch mein Magen knurrt sehr laut. Die Frau, ich nenne sie einfach mal „mein Frauchen“,  klappert in der Küche herum. Ob ich endlich etwas zu Futtern bekomme?

Von wegen Essen. Was soll das denn nun bedeuten? Hilfe, ich falle hier raus! Frauchen sagt: „Oh, nur 800 Gramm wiegt unser kleiner Schatz.“ Mir egal. Ich hab Hunger!


Endlich etwas zu essen! Miauuuu! Das schmeckt so gut! Ich weiß gar nicht, auf welcher Seite ich anfangen soll.


Ich habe eine Idee! Da setze ich mich doch einfach ganz hinein. Vielleicht geht es so schneller mit dem Sattwerden.


Ach, hier soll ich nun reinpieschern? Aber das ist so hart an meinen kleinen Füßchen. Wenn ich jetzt einfach neben diesen krümeligen Kram mache? Ob das Schelte gibt?

Hier oben baumelt ein Band, aber ich komme wirklich nicht hoch. Sieht das denn niemand?

Da lege ich mich doch lieber auf die Kuscheldecke. Sehe ich jetzt nicht richtig zufrieden aus? Oh, ist das gemütlich hier. Viel besser als auf dem Seitenstreifen des Parkplatzes. Mit einem Male werde ich ganz müde und möchte nun ein wenig schlafen.

Ich wache von einem schrecklich lauten Geräusch auf. Frauchen sagt: „Oh, es klingelt. Mal sehen, wer uns besuchen kommt.“ Es der Sohn von meinem Frauchen. Natürlich ist er ganz entzückt von mir. Zärtlich nimmt er mich hoch. Falle ich auch nicht runter? Ach nein, er hat mich voll im Griff.

Na so was. Es klingelt schon wieder. Wer kann das denn nun sein? Alle wollen mich begutachten, das gefällt mir. Es ist die Tochter von meinem Frauchen. Ich zappel ein wenig herum in ihren Armen. Aber auch sie passt auf, dass ich nicht falle.

Am Nachmittag kommt ein Mädchen, das heißt Kirsten. Frauchen sagt, dass ist ihre Nichte.  Sie ist so lieb zu mir, kuschelt, schmust, streichelt mich und redet liebevoll mit mir. Ich schmiege mich an sie, die Wärme tut mir so gut.

Nun ist es fast genau so schön, wie bei meiner Mama. Ich fühle mich geborgen, satt und zufrieden. Sofort schlafe ich ein.

Kirsten ist wieder nach Hause gefahren. Frauchen hat mich auf die Fensterbank gesetzt, damit ich ihr hinterher gucken kann. Nun muss ich eine Woche warten. Am nächsten Wochenende  kommt sie wieder zum Spielen.

Ich winke ihr einfach vom Bett aus ein wenig hinterher.

Irgendwie bin ich ein wenig traurig. Ich kralle mir meine „Tigerlilli“ und beiße kräftig zu. Ih, das schmeckt überhaupt nicht gut.

Anschließend versuche ich, mich in den Schuh zu legen. Aber dafür bin ich schon zu groß.

Miauuu! Hab ich mich erschrocken, es klingelt. Frauchens Sohn ist wieder da. Schnurr……,  kann der schön kraulen!

Endlich darf ich auf die Terrasse! Das ist ja spannend! Wie gut es hier riecht. Ich gucke mir erst einmal alles genau an. So große Stühle. Plötzlich komme ich mir richtig winzig vor.

Frauchen hebt mich auf den Tisch und lässt ein dicke Seil über mir baumeln. Soll ich das jetzt fangen, oder was denkt sie sich dabei?

Hier muss ich doch erst mal reinfassen mit der Pfote. Ih! Das ist ja nass. Was soll das denn bedeuten? Nur nicht hineinfallen.

Ich bin hier einfach mal raufgesprungen. Das ist aber ungemütlich. „Frauchen! Kannst du mir hier mal etwas Weiches drauflegen?“

Hier steht so ein komisches Tier, aber es bewegt sich nicht. Was soll das wohl sein?

Am Abend bin ich so kaputt, dass ich nur noch schlafen möchte. War das ein anstrengender Tag!

Hier ist was los! Heute ist Frauchens Freundin Ruthchen zu uns gekommen. Ich lass mich von ihr mit Streicheleinheiten verwöhnen.

Das ist mein Kratzbaum. Allerdings weiß ich noch gar nicht richtig, wie ich daran kratzen soll. Er ist auch so groß und hoch. Da muss ich noch drauf gehoben werden. Na ja, wird schon. Frauchen sagt, ich wachse ganz schnell, wenn ich so viel weiter fresse.

Hier auf dem Sessel liege ich auch gern. Ein kuscheliges Fell liegt darauf. Mein Bäuchlein wird ganz warm. Ich muss an meine Mama denken. Die fühlte sich genau so an.

Es ist aber auch nicht so einfach, mit so kurzen Beinchen einen Berg zu erklimmen.

Ha, so schnell gebe ich nicht auf. Geschafft! Von hier aus habe ich eine gute Übersicht. Es gibt so viel zu sehen.

Auf der Terrasse kann ich mit „Tigerlilli“ noch viel besser spielen. Sie rutscht so schön hin und her auf den Steinen, wenn ich sie jage.

Ich mag genau so gerne Blumen, wie mein Frauchen. Sie sagt, ich solle mal ganz still sitzen, damit sie mich mit den Löwenmäulchen – so heißen die Blumen – fotografieren kann. „Ist es gut so, Frauchen? Sehe ich schön aus?“

Frauchen meint, ich bin so niedlich, wenn ich erwartungsvoll in ihre Kamera gucke. Nicht nur dann, finde ich.

Kirsten ist wieder da, miauuuu. Ich freue mich so! Nun wird wieder herumgetobt. Sie steckt mich einfach unter ihren Pulli. Das ist lustig.

Kirsten hat den Kratzbaum auf die Terrasse gestellt. Sie wackelt oben mit den Fingern herum. Da muss ich hin, ein wenig dran knabbern. Ich nehme einen Anlauf und sause wie der Blitz hoch.

Auf dem Kratzbaum angekommen, klettere ich auf Kirstens Rücken und laufe runter.

Frauchen! Jetzt habe ich ja deinen Fotoapparat fast im Gesicht! Hör sofort auf damit!

Kirsten knuddelt ordentlich doll mit mir. Das könnte ich stundenlang aushalten.

Abends sind Kirsten und ich so müde vom Toben, dass wir sofort zusammen im Bett einschlafen.

Als Kirsten am nächsten Tag wieder nach Hause geht, bin ich so wütend, dass ich das erste Mal einen Buckel mache. Ich weiß gar nicht, wie das passierte. Es ging ganz von allein. Meine Haare sträubten sich richtig.

Ich laufe ins Badezimmer, will mich ein wenig abkühlen. Aber es ist  kein Wasser in der Wanne.

Aber hier tropft Wasser aus dem Hahn. Wasser marsch…..

Einige Wochen später….

Miauuuuu!!!! Ich bin inzwischen so groß, dass ich in den Garten darf. Frauchen sagt: „Lucky, du darfst aber nicht weglaufen!“ Oh, dass der Garten so groß ist, hätte ich nicht gedacht.

Ist das aufregend! Hier auf dem Rasen mit den Gänseblümchen weiß ich gar nicht, in welche Richtung ich denn nun zuerst laufen will. Links, rechts, geradeaus?

Ehe Frauchen sich versieht, bin ich den Fliederbeerbaum hochgewetzt. Ist das eine Aussicht hier. Frauchen rennt immer unten rum, weil sie denkt, ich falle vom Baum. Ich bin doch eine halbe Wildkatze, die fällt nicht.

Hallo, sieht mich hier jemand? Oder habe ich mich zu gut versteckt? Frauchen wird immer nervöser. Sie tut mir richtig leid. Aber, da muss sie durch. Es ist sooo schön hier oben.

Als ich Kirstens Stimme höre, rase ich die Stämme hinunter und lasse mich von ihr auf den Arm nehmen. Sie setzt mich auf ihre Schulter. Da sagt Frauchen doch tatsächlich, dass ich aussehe wie ein Affe. Also…..

Kirsten sucht mich. Ich habe mich ganz still zu den Teddybären gelegt. Miauuu, ist das lustig. Es dauert etwas, bis sie mich entdeckt hat.

Frauchen meint: „Lucky, du warst mal genau so klein, wie deine Tigerlilli. Also, nun glaube ich aber doch, das Frauchen schwindelt.

Auf den Kratzbaum komme ich schon seit langem selbst rauf. Heute steht er auf der Terrasse, weil ich von dort aus so schön gucken kann.

Frauchen, musst du denn ständig fotografieren?


Es ist Wochenende, Kirsten ist da. Wir spielen ein wenig und genießen das schöne Wetter

Sonja ist da! Ihr Mann war es, der  mich vom Parkplatz gerettet hat. Sonja hätte mich so gern behalten, aber ihre beiden Katzen wollten das nicht, sie waren eifersüchtig.  So bin ich dann zu Frauchen gekommen. Sonja besucht uns immer mal.

Ich finde es so toll, wenn Besuch hier ist. Aber danach bin ich auch meistens todmüde. Frauchen sagt, ich bin ein Schlafbär. Also, so eine Beleidigung.

Ja, dies hier ist mein Garten. Das ist mein Bezirk. Kein anderer Kater hat hier etwas zu suchen. Dem verprügel ich sein Fell. Aber ordentlich. Ich fange an zu knurren wie ein Hund, wenn das nicht hilft stoße ich laute Schreie aus. Bisher habe ich alle verscheucht damit.

Ich spiele mal wieder Verstecken mit Frauchen. Sie ruft und sucht mich.  Unbeweglich liege ich zwischen den Vergissmeinnicht. Aber irgendwann entdeckt sie mich dann doch.

Jetzt versuche ich es hier noch einmal. Psssst, ganz still, sonst findet Frauchen mich. Wenn sie hier gleich vorbei kommt, erschrecke ich sie, indem ich ihr vor die Beine springe. Sie jucht dann immer so herrlich. Jetzt…..

Anschließend  springe ich auf den Kratzbaum und hoffe, dass ich jetzt ein paar Leckerlies bekomme. Oder ist Frauchen jetzt böse, weil ich sie erschreckt habe?

Im Bett ist es am Schönsten. Es ist so weich und kuschelig. Wenn Frauchen dann neben mir liegt, bekomme ich immer jede  Menge Streicheleinheiten von ihr.

Frauchen war einkaufen. Es hat geregnet. Den Schirm spannt sie zum Trocknen auf dem Flur auf. Darunter fühle ich mich richtig beschirmt.

Freitags liege ich immer auf der Fensterbank. Kurz nach 14 Uhr kommt Kirsten. Katzen haben eine innere Uhr, das ist ganz praktisch. Wenn Kirsten mal ein Wochenende nicht kommt, dann warte und warte ich….

Außerdem bin ich dann ziemlich ungnädig und habe schlechte Laune. Was ist los? Ich soll hier runter kommen? Warum das denn? Das ist mein Platz.

Es hat ganz doll geschneit. Das macht mir aber gar nichts aus. Ich muss doch mein Revier abschreiten.

Knapp zehn Jahre später:

So sehe ich heute aus, mit knapp zehn Jahren. Ich kann gerade noch auf dem Kratzbaum sitzen.

Die Jahre machen sich bemerkbar! Zum Hinlegen auf dem Kratzbaum ist nicht genügend Platz. Aber, das macht ja nichts. Dann lasse ich das, was zu viel  ist, einfach über den Rand hängen.  Hauptsache, ich kann meine Krallen vorn am Brett wetzen.

Bobby

Wohlig schnurrend

liegt der Kater

auf meinem Bauch.

Verschlafener Blick,

sanftes Schlagen

mit dem Schwanz.

Maunzen, Gähnen,

Wohlbehagen,

dann Tiefschlaf.

Die Pfoten zucken.

Was fängt er grad

in seinem Traum?

POLDI, der Maulwurf

Ich bin der Poldi, ein Maulwurf mit schwarzem, weichem Fell. Meine Wohnung ist unter der Erde, wo es so finster ist, dass meine Augen mit Haut überzogen sind. Das ist ganz praktisch, denn so kann kein Sand hinein gelangen und im Dunkeln kann ich ja sowieso nichts sehen. Dafür besitze ich aber einen ausgezeichneten Tastsinn, mit dem ich alles erspüren kann. Und mit meiner Schnauze kann ich prima riechen. Sie sieht aus wie ein kleiner Rüssel. Er ist aber nicht so lang ist wie bei einem Elefanten.

Gerade bin ich alt genug geworden, das Nest meiner Mutter zu verlassen. Ab jetzt muss ich lernen, selbstständiger zu werden. Deshalb grabe ich mit den Vorderfüßen, die wie kleine Schaufeln aussehen mit langen Fingern dran, meine ersten eigenen Gänge. So kann ich mir bald eine schöne Wohnung einrichten, um dann irgendwann eine Familie zu gründen, die darin leben soll.

Leider habe ich im Moment ganz andere Sorgen. Es war so warm in den letzten Tagen, dass ich ganz viel graben musste. Meine Mama hat gesagt, dass es lange nicht so einen heißen Sommer gab. Na ja, sicher wird es bald wieder kühler, oder es wird zumindest mal tüchtig regnen. Dann gibt es ordentlich Regenwürmer zu fressen, die sind so lecker! Aber hier in dem Garten, den ich mir für meinen Wohnungsbau ausgesucht habe, gibt es auch Igel. Die sind so frech und nehmen mir oft die saftigen Würmer weg. Darüber ärgere ich mich sehr. Denn die können doch da oben Schnecken, Käfer und Raupen fressen. Die Regenwürmer gehören mir!

Aber solange die Igel weiterhin meine saftigen Leckerbissen stehlen und es so trocken ist, muss ich viel mehr graben, um satt zu werden. Dann ist es auch am besten, wenn ich weiter oben meine Gänge buddele, da gibt es nämlich leckere Pflanzenwurzeln. Ich muss aber gehörig aufpassen! Gestern, als ich die Margerite untergrub und mich zum Flox durcharbeiten wollte, roch ich plötzlich, dass Gefahr drohte. In meinem Revier gibt es nämlich einen Kater. Der ist ziemlich flink. Ich hörte, wie er eine Maus fing. Also, vor dem muss ich mich hüten, damit er mich nicht erwischt. Der fing sogar an, von oben aus in meiner Erde zu buddeln. Er hatte gesehen, wie sich der Sand bewegte und war wohl neugierig geworden. Schnell legte ich den Rückwärtsgang ein, um in die hinteren Gänge zu flüchten.

Heute bekam ich eine kalte Dusche. Ich habe mich so erschreckt. Da gießt doch die Frau, der dieser Garten gehört, Wasser in meinen Gang. Unerhört! Doch wiederum war es ganz gut, so konnte ich etwas davon aufschlecken. Inzwischen weiß ich auch, wo der Trinknapf für die Vögel und Igel steht, dorthin habe ich mich schräg nach oben durchgegraben. Wenn niemand in der Nähe ist, werde ich schnell etwas davon trinken. Die Frau wird sich dann wundern, wieso Erde in dem Napf ist. Ja! Das war ich!

Neben dem Trinknapf wachsen zwei große Hortensienbüsche. Es tut mir ja leid, dass ich nun ausgerechnet dort unter und neben den Wurzeln zwei Ein- und Ausgänge gegraben habe. Gerade höre ich, wie die Frau zu jemandem sagt:

„Hoffentlich sind das keine Wühlmäuse! Mein Kater bringt mir immer mal eine lebende Maus als Geschenk mit in die Wohnung. Nun habe ich natürlich Angst, dass er mir eine Wühlmaus mit herein schleppt.“

Kaum hat sie zu Ende gesprochen, da bohrt sie mir zwei große Steine in meine Ein- und Ausgänge. Ich schreie sie an:

„Nein! Ich bin keine Wühlmaus, ich bin doch ein Maulwurf! Meine Mama hat gesagt, dass es verboten ist, uns zu fangen und zu töten! Nimm die Steine da wieder raus, sonst bekomme ich nicht genug Luft hier unten!“

Sie hört mich nicht. Ich grabe wie wild in eine andere Richtung, um schnell neue Löcher zu schaffen. Das ist eine Arbeit, weil der Boden so trocken und staubig ist. Wenn es doch nur regnen würde! Die Wurzeln von den Hortensien haben mir gut geschmeckt, deshalb versuche ich nachts, die Steine zur Seite zu schieben. Es kostet mich viel Kraft, dann schaufele ich mir einen kleinen Extragang und drücke die Steinbrocken dort hinein. Nun habe ich wieder meine Luftlöcher und kann fleißig an den Wurzeln der Pflanze knabbern. Die Frau sagte, dass sie pinkfarben und blau blühen. Keine Ahnung wie das aussieht, kann ja nicht gucken. Ich würde die Blüten gern mal probieren, aber da komme ich ja niemals heran, weil ich so klein bin. Also, weiter graben und graben, vielleicht finde ich ja doch noch einen Engerling oder eine andere Larve. Ich habe jetzt schon so viele Gänge gegraben, um etwas zum Fressen zu finden. Etliche Blumenstauden fielen dabei um. Aber was soll ich denn machen? Ich habe Hunger! Also knabbere ich, wo es was zu knabbern gibt

Ich habe ja vor mich hingelacht, wie ein Maulwurf nur lachen kann. Die Frau hat tatsächlich die Steine gesucht, wollte sie wieder aus den Löchern nehmen. Sie wühlte und grub, fast so flink wie ich. Haha, die Steine sind doch in einem Extragang. Das sind jetzt meine! Die bekommst du nicht zurück!

Nun passiert etwas Schreckliches. Ich höre die Stimme der Frau:

„Lieber Poldi, es tut mir wirklich in der Seele weh, aber ich möchte wenigstens die Hortensien retten. Duck dich, jetzt bekommst du ein saures Gemisch aus Buttermilch und Molke in deinen Gang.“

Flink schiebe ich mich rückwärts. Schon kommt eine stinkende Soße hereingeflossen.

„Was fällt dir ein, du Mensch du! Wenn ich dir das in deine Wohnung gießen würde, was wäre dann wohl los?“

Jetzt bin ich wirklich beleidigt! Aber, Rache ist süß! Ich lasse die eine Hortensie in Ruhe – für drei Nächte, grabe einen Gang an der Seite entlang mit Ausgang, und fresse an der zweiten Pflanze. Was soll ich sagen? Auch dort wird die stinkende Buttermilch hineingekippt. Na gut! Dann wühle ich mich jetzt quer unter dem Rasen durch! Der Gartenbesitzerin zeige ich, zu was ein Maulwurf fähig sein kann.

Dass ich nun böse auf sie bin, hat sie bereits am eigenen Leibe erfahren. Sie ist eingesackt und hat sich den Knöchel leicht verrenkt. Strafe muss sein, oder?