Sommer (Triolett)


Die Biene schleckt im Sonnenlicht,

das Süß aus bunter Blütenpracht,

durch Pollen aus dem Gleichgewicht.

Die Biene schlecht im Sonnenlicht,

sie ist auf Köstlichkeit erpicht,

Bestäubung hat sie jetzt vollbracht.

Die Biene schleckt im Sonnenlicht,

das Süß aus bunter Blütenpracht.

Glück (Rondeau)


Ist da das Glück, wenn wir es sehen?
Mitunter muss man in sich gehen,
damit man es auch richtig spürt
und Stille uns dahin entführt.

*
Wenn laue Sommerwinde wehen,
die Windmühlen sich langsam drehen
und Störche in den Nestern stehen,
der Anblick mich zutiefst berührt,
ist da das Glück!

*
Verscheuch die Schatten, diese zähen,
das Trübe musst du niedermähen,
weil nur das Beste dir gebührt.
Lass zu, dass dich Natur verführt,
dann wirst im Leben du bestehen,
ist da das Glück!

 

Chance (Chevy Chase Strophe)


Auch wenn du etwas hast bereut,
das Gestern ist vorbei!
Drum lass uns leben hier und heut,
nun ist es einerlei.

Denn nur im Heute steckt die Kraft,
die uns den Antrieb gibt.
Wer Taten ohne Zögern schafft,
der nichts auf später schiebt.

Wenn morgen neu der Tag beginnt,
die Wahl die haben wir,
dass nicht die Zeit vorüber rinnt,
so lang sind wir nicht hier…

 

Am Ende des Weges (Triolet)


Letztens  pflanztest du noch  Rosen,

bandest Stöckchen dran zum Stützen;

der Duft der Blüten Sinne kosen.

Letztens pflanztest du noch Rosen,

du knicktest ein, wie die Mimosen,

dein Leben konnte niemand schützen.

Letztens pflanztest du noch Rosen

und bandest Stöckchen dran zum Stützen.