Seelentraum

Himmelwärts ziehen die Gedanken,

meine Seele geht auf Wanderschaft.

Wird sie dort finden  was sie sucht?

 Seelenverwandte – die genau so fühlen?

Lebensküsse


Ein lieber Gruß per Mail, ein Telefonat,

das Wissen: da denkt jemand an mich.

Das ist wertvoll und gibt Kraft,

das tut gut, das ist wundervoll!

In der Zeit…

Langsam setze ich
einen Fuß vor den anderen
winkle die Arme an
konzentriere mich
und beginne zu laufen.

Schritt für Schritt
einatmen, ausatmen
nicht verspannen
ganz locker bleiben
will die Strecke schaffen!

Nicht gleich verausgaben!
Der Schweiß beginnt zu rinnen
durchfeuchtet das Hemd
verklebt mir die Haare
kühlt jedoch angenehm.

Die Hälfte ist gelaufen
ich beginne zu keuchen
richtig atmen!
Bin zu untrainiert
die Beine schmerzen.

Jetzt ein Glas Wasser
und eine Dusche
was für Gedanken
aber sie helfen
lassen mich durchhalten.

Heute will ich Erfolg sehen
endlich in der Zeit sein
ein kleines Stück noch
das schaffe ich
und – bin am Ziel.

Veröffentlichung 2009 im LAUF:GENUSS  (Anthologie von Marten Petersen)

Ich lebe!



Wenn wir

unsere Gefühle zeigen

aufrichtig, ehrlich und echt,

liebevoll miteinander umgehen,

offen und frei sagen, was wir denken;

*

wenn wir

das Träumen nicht vergessen,

uns selbst immer treu bleiben,

auf unserem Weg gehen,

Vertrauen ganz nach oben stellen;

*

wenn wir

uns Trost im Leid zusprechen,

zu unseren Stärken und Schwächen stehen,

uns so annehmen, wie wir sind,

das Leben lieben und die Liebe leben,

*

dann laden wir das Glück zu uns ein.

Vertrauen

Weit geöffnet die zarte Blüte,

aufnahmebereit – wie mein Herz.

Einblick ins Innere, voller Vertrauen,

fast kindlich – wie mein Glaube.

Erwartungsvoll dem Licht,

der Wärme ergeben,

wie meine Liebe.

Entflammt


Rote Glut verendet langsam unter der Asche,

gleich wird sie erlöschen, doch ein Stück Holz

hineingeworfen – lässt Funken sprühen.

Flammen entzünden sich am knackenden Holzscheit,

in rot, gelb und orange züngeln und zucken sie,

beißen sich hinein, erfahren ihr Macht,

lodern heiß und wild, um sich dann erschöpft

in Schutt und Asche zur Ruhe zu legen.

(Foto: Sonnenaufgang)

Allein…

Scan10018

Das Fenster steht offen,

doch du bist noch hier.

Ein entspanntes Lächeln

umspielt dein bleiches Gesicht,

fast schelmisch wirkt es.

Nun kannst du dich erholen,

ausruhen vom gelebten Dasein.

 

Drei orange Blüten lege

ich in deine kalten Hände.

Sie sollen dich begleiten

– auf die andere Seite.

Ich sage dir, dass ich dich liebe.

Ein Hauch streift mein Gesicht,

wie ein zarter Kuss.

 

Nun bin ich allein…

Freundschaft

DSCF2108 - Kopie

Mein Leben ist so reich,

denn ich lernte liebe

Menschen kennen,

die mich begleiten

auf meinem Weg.


GEHEN muss ich

ganz allein,

doch das Wissen,

nicht einsam zu sein

auf dieser Welt,

gibt mir Halt und

macht mir Mut.