Altweibersommer


Feine Fäden, dünn wie Seide,

spinnen sich von Ast zu Ast.

Glücklich geh ich durch den Park,

ganz besonnen – ohne Hast.

*

Astern blühen Rosen welken,

der Herbst, er ist jetzt wirklich da.

Niemals möchte ich vergessen,

was im Sommer mir geschah.

 

GeDANKenaustausch


Ganz aufmerksam hörst du mir wieder zu,

bist mit den Gedanken so nah bei mir.

Wir tauschen unsre Erfahrungen aus,

harmonische Schwingungen entstehen hier.

 

Durch Gespräche sich selbst kennen zu lernen,

das öffnet mein Herz und macht mich heiter.

Es ist ein Geschenk, wenn jemand zuhört,

Gedanken verbinden – sie bringen mich weiter.

 

Es gibt nicht viel  Menschen mit dieser Tiefe,

kaum jemand, der sich noch die Zeit nimmt.

Weil  wohl andere Dinge wichtiger sind,

darum ist mein DANK heut für DICH bestimmt.

 

Hoffnung


Mein Glaube –  der ist stärker,

als Dunkelheit und Tod.

Ich lass mich nicht erschrecken,

auch wenn das Ende droht.

*

Den Todesengel schick ich,

ganz einfach wieder fort.

Er kann sich Seelen holen,

an einem andren Ort.

*

Mein Glaube, der ist stärker,

als das Unheil dieser Welt.

Dagegen anzukämpfen,

ist was mich aufrecht hält.

(21.01.2011)

Handeln


Ich pass auf mich auf, und das ist auch gut,
lass Dingen den Lauf, doch fehlt oft der Mut.
Mich selbst zu studieren, wann komm ich nur an?
Probiere mich aus, was im Leben sein kann.

Auf Taten begierig, zählt mehr als man meint,
es ist nicht so schwierig, wie´s manchmal erscheint.
Mir geht’s nicht um Macht, bin nicht drauf erpicht.
Erfolg schenkt mir Kraft. Verzweifeln? Ich nicht!

TANGO Argentino

 

Sich wagende Takte….

Verzückung im Lauschen,

Augen im flammenden Glanz;

*

Erblühen des Herzens,

Begeisterungsrauschen,

fallen in magischen Tanz.

*

Vulkanischen Rhythmus

erspüren und leben,

sprühend erotischer Stolz;

*

Erfüllung ersehnend

im Nehmen und Geben,

Leidenschaft glühend verschmolz.

*

Wehmut im Gleichmaß,

ekstatisch ergriffen

reißen die Klänge mich mit;

*

Sinnliche Strudel,

mit nichts zu umschiffen,

Feuer des Tangos im Schritt.


Lebenslust

Wer weiß, wohin uns das Schicksal entführt – es gibt so viele Wege.

Wer weiß, wie lang du die Liebe verspürst – genieße sie und lebe.

Lebensfreude


Lasst uns pflücken diesen Tag,

soll doch meckern, wer da mag.

Das Leben ist oft viel zu kurz,

Spaßverderber sind uns schnurz.

*

Trübsal blasen ist passé,

jeder hat mal Herzeweh.

Lasst uns leben – so lang es geht,

morgen ist´s  vielleicht zu spät!

Mein kleines Paradies


Maiglöckchen und Sonnenblumen,

Immergrün und Akelei,

Hortensien und Margeriten,

machen mir das Herz so frei.

*

Efeu und Vergissmeinnicht,

Petunien und Kaiserkronen,

Stiefmütterchen und Krokusse,

mich mit ihrem Duft belohnen.

*

Rittersporn und Glockenblumen,

Gänseblümchen,  Kirschlorbeer,

Männertreu und Löwenmaul,

jedes Jahr ein Blumenmeer.

*

Umgeben von der Farbenfülle,

sammetweich erscheint die Luft,

berauschen sich die Schmetterlinge,

mein Garten ist stets gut besucht…