Altweibersommer


Feine Fäden, dünn wie Seide,

spinnen sich von Ast zu Ast.

Glücklich geh ich durch den Park,

ganz besonnen – ohne Hast.

*

Astern blühen Rosen welken,

der Herbst, er ist jetzt wirklich da.

Niemals möchte ich vergessen,

was im Sommer mir geschah.

 

Angekommen


Die ungeheure Fülle der Vegetation,

meine Verbundenheit mit der Natur,

die Bewusstwerdung des Überganges,

erfüllen mich mit Ruhe und Gelassenheit.

 

Fühlen

In sich horchen – spüren was dort ist,

die Seele schwungvoll tanzen lassen.

Sich öffnen für wunderschöne Gefühle

und zulassen, was geschieht.

Seelenschmetterling

Die nächste Blume  ist immer noch schöner,

duftet noch intensiver,  ist noch farbenprächtiger.

Hoffentlich verpasse ich nicht die herrlichste Blüte.

*

Neugierig, ungeduldig und voller Vorfreude

flattere ich kreuz und quer, hin und her,

auf und ab – glücklich durch die Lüfte.

*

Ach, wie wunderbar streicheln die Sonnenstrahlen

meine bunten zarten, mit kleinen weichen Härchen

bedeckten Flügel, die wie Samt im Fluge schimmern.

*

Bitte, berühr´mich nicht, lasse mir die Freiheit,

sonst muss ich sterben. Ich sehne mich nach

deinem Streicheln, doch es würde meine Flügel verletzen.

*

Öffne deine Hand, damit ich mich auf ihr niederlassen kann…