Ich möchte…

offen sein – für die Bedürfnisse anderer

jeden neuen Tag freudig begrüßen

mich zeigen – wie ich wirklich bin

immer wieder loslassen können

meine Träume verwirklichen

begeisterungsfähig bleiben

Erfahrungen weitergeben

mit dem Herzen sehen

Gefühle fließen lassen

aufmerksam zuhören

verletzbar bleiben

vertrauen können

lachen schenken

Freude teilen

Liebe geben

leben 

Entflammt


Rote Glut verendet langsam unter der Asche,

gleich wird sie erlöschen, doch ein Stück Holz

hineingeworfen – lässt Funken sprühen.

Flammen entzünden sich am knackenden Holzscheit,

in rot, gelb und orange züngeln und zucken sie,

beißen sich hinein, erfahren ihr Macht,

lodern heiß und wild, um sich dann erschöpft

in Schutt und Asche zur Ruhe zu legen.

(Foto: Sonnenaufgang)

F I P S I (1. Teil)

Ich bin Fipsi und habe ein Zuhause gefunden. Wenn mein Frauchen mich nicht die letzten Wochen nachts draußen gefüttert hätte, wäre ich verhungert. Ich habe  immer laut geweint, weil ich solchen Hunger hatte. Niemand weiß, ob ich wild geboren oder ausgesetzt wurde.

Dann habe ich es auch am Tag gewagt, aus meinem Versteck hervorzukommen. Voller Angst bin ich auf Frauchen zugegangen. Sie sitzt auf der Terrasse und hat mich so liebevoll gestreichelt. Ich wurde erst in den nächsten Tage nach und nach zutraulicher. Schon habe ich mich in ihr Herz und ihre Wohnung geschlichen!

Als ich auf der Fensterbank sitze, sehe ich Minosch, Frauchen sagt, er wohnt ein paar Häuser weiter. Weiß ich doch, ich musste doch draußen leben, bis jetzt. Ich glaube, er wundert sich sehr, dass ich in der Wohnung bin und er nicht rein darf!

Es dauerte ein paar Tage, bis ich Frauchen gucken ließ, ob ich ein Mädchen oder Junge bin. Ein Mädchen – mit geschwollenen Zitzen!

Ich werde in einen geliehenen Transportkorb gesetzt und zur Tierärztin gebracht. Diese sagt, dass ich in ca. 10 Tagen Junge bekomme. Danach habe ich mich erst einmal vom Transport ausgeruht.

Nun werde ich Frauchen für ihre Fürsorge und Liebe zum Dank meine Babys schenken.

Mein Bäuchlein wird immer dicker. Ich kann jedoch noch überall rauf springen.

Drei Kinder habe ich bekommen, im Wohnzimmer meines Frauchens. Sie war so stolz auf mich, wie toll ich es ohne Hilfe gepackt habe. Jede halbe Stunde kam ein Kleines.

Da mein Frauchen uns nicht alle in ihrer kleinen Wohnung einsperren konnte, sind wir vier Tage später zu Merle nach Schenefeld umgezogen. Sie hat schon öfter Katzenkinder großgezogen. Frauchens Nichte Becci hatte alles organisiert.

Die Wurfkiste mag ich nicht! Deshalb quartiere ich mehrfach meine Kleinen um bei Merle. Die Töchter von Merle, Mimi und Mayla, spielen viel mit uns, das bringt so viel Spaß. Allerdings hat die Katze Mucki dort einiges auszuhalten mit mir. Ich habe immer Angst um meine Jungen.

Das sind sie, meine Kleinen

F L E C K I
S M A R T I E
M Ü C K E

Ich habe ihnen gleich beigebracht, dass sie auf das Katzenklo gehen müssen.

Hier sind sie schon älter und ruhen sich vom Toben aus.

Als ich meine Kinder nicht mehr gesäugt habe, bin ich wieder zu meinem Frauchen gebracht worden. Inzwischen bin ich kastriert und gechippt. Es war alles sehr anstrengend für mich. In bin erst ca. ein Jahr alt, sagte die Tierärztin. Nun ruhe ich mich erst einmal richtig aus.

In einer Woche darf ich wieder nach draußen. Dann sehe ich den hübschen Kater wieder, der mir die Kinder beschert hat. Frauchen hat mir erzählt, dass er hier inzwischen im Garten war und mich gesucht hat.

Heute kommen zwei meiner Kinder von Merle zu Becci und ihrer Bekannten Anni. Merle darf das dritte Kleine behalten, zur Belohnung für all ihre Mühe mit uns.

Hiermit sage ich ein herzliches DANKE an Becci und Merle!

Eure Fipsi

F I P S I (2. Teil)

Nun darf ich nach draußen. Leider habe ich immer so viel Angst. Deshalb gehe ich nur einige Meter weit in den Garten. Ich gehe sogar aufs Katzenklo drinnen, damit mir draußen nichts passiert.

Heute traf ich meinen Freund, den Vater meiner Kleinen, wieder.

Ich erzähle ihm, dass ich inzwischen unsere Babys bekommen habe und eine Weile nicht hier war deswegen.

Er hat verstanden und wir geben uns ein Küsschen.

Ich habe meinem Frauchen bereits die fünfte Maus geschenkt – lebend natürlich! Sie fängt sie ein und setzt sie wieder nach draußen. Das finde ich nicht in Ordnung! Es sind doch liebgemeinte Geschenke! Nun ist eine unter dem Bücherbord verschwunden. Da habe ich jetzt eine Menge zu tun, muss aufpassen, dass sie mir nicht entwischt. Ich lasse sie aber trotzdem heil.

Nun erzählt Frauchen mir immer, wenn sie wieder Nachrichten hat, von meinen Kleinen.

F L E C K I

Fleckis Lieblingsplatz ist auf dem Sofa.

Aber auf dem Bett ist es auch ganz schön.

Einmal strecken nach dem Schlafen…

Inzwischen verträgt sie sich sogar einigermaßen mit Mucki. Flecki ist sehr wild und Mucki schon um einiges älter.

S M A R T I E

Smartie ist eine richtige Wildkatze. Er tobt am liebsten draußen herum.

Leider ist ihm seine Wildheit zum Verhängnis geworden. Er hat sich am Auge verletzt und musste zum Tierarzt.

Smartie spielt bereits wieder.

Im Karton ist es aber auch sehr gemütlich.

Dies ist jedoch die bequemste Lage, meint Smartie. Katzenyoga…

Doch draußen ist es immer noch am schönsten.

M Ü C K E

Mücke ist auch zu einer Draußenkatze geworden. Sie liebt es, durch die Gegend zu stromern.

Danach heißt es Pfötchen waschen.

Weil die Pfötchen gerade sauber sind, wird beim Kuchenbacken geholfen.

War das wieder anstrengend alles. Nun heißt es erst einmal schlafen.

Hand in Hand mit Sally. Das ist einfach wunderschön.

Aber ein entspanntes Sonnenbad ist auch nicht zu verachten.

Frauchen war verreist. Nun lasse ich sie nie wieder los.

Und arbeiten kommt auch nicht infrage. Bitte lieber kraulen….

Zusammen ausruhen ist so schön.

Wie angenehm, nach der Mäusejagd auf dem, von der Sonne gewärmten Autodach, auszuruhen. Leider sehe ich ein wenig zerzaust aus. Jagen ist nicht so einfach.

Sally schläft drinnen, weil es so heiß ist. Da spiele ich heute mal den Torwächter.

!

F I P S I (Teil 3)

Es kommen immer weitere Nachrichten von meinen Kleinen. Frauchen freut sich dann sehr.

Flecki hält Mittagsschlaf, nachdem sie in der Wohnung lange herumgesaust ist.

Smartie hält auch Mittagsschlaf.

Mücke und Sally sind genau so müde.

Jetzt lege ich mich erst einmal hin. Das kann ich auch.

Immer mehr „Schlaffotos“ erreichen uns.

Mücke spielt Fisch, sie ist in ein Aquarium gesprungen.

Hier ist es auch ganz schön…

Ein wenig Katzenyoga tut gut.

Das macht wieder soooo müde.

Wohnungswechsel…

Monate später:

Frauchen ist neuerdings immer so traurig. Sie hat starke Schmerzen, und es strengt sie sehr an, mein Katzenklo zu säubern, die Fressnäpfe hinzustellen und frisches Wasser. Sie weint oft am Telefon. Jetzt weine ich immer, sowie das Telefon klingelt und sie versteht kaum etwas beim Telefonieren. Ich renne immer durch die kleine Wohnung, Frauchen zwischen die Beine. Sie ist schon 2 x gefallen. Ich brauche einfach die Bewegung und die Wohnung ist zu klein.

Frauchen hat Becci, ihre Nichte, gefragt ob sie uns wieder helfen kann. Becci hat eine Anzeige geschaltet. Es melden sich mehrere Personen, aber für uns kam nur Florian in Frage. Er hat eine sehr große Wohnung. Florian suchte nach einer zweiten Katze. Sein Kater Sunny hat den Bruder verloren. Jetzt waren alle schrecklich traurig.

Florian kommt abends zu uns. Ich habe mich gleich in ihn verguckt. Ich laufe immer wieder zu ihm, lasse mich streicheln. Er zeigt meinem Frauchen Fotos von seiner schönen großen Wohnung mit einer Wand voller Kratzbäume. Ein Katzenparadies! Genau das Richtige für mich!

Frauchen freut sich, dass wir eine so gute Lösung gefunden haben, und ich ein schönes neues Zuhause finde. Dort kann ich mich tüchtig austoben. Wir verabschieden uns. Frauchen bringt uns noch zum Auto.

Dann fährt Florian mit mir nach Hause. Ich bin sehr aufgeregt. Als ich Sunny sehe, fällt mir auf, dass er fast wie mein Freund aussieht. Ich hoffe so sehr, dass ich ihn trösten kann.

Nach einiger Zeit verstehen wir uns immer besser. Wir spielen sogar zusammen.

Es ist so schön, durch die große Wohnung zu toben und keine Angst mehr zu haben, dass mir draußen etwas passiert, oder dass ich Frauchen wieder zum Fallen bringe. Die Zeit draußen war schlimm, bis Frauchen mich bei sich aufnahm. Nun bin ich eine Wohnungskatze, zusammen mit Kater Sunny.

Sunny guckt mal nach dem Rechten, ich bleibe in Deckung.

Am liebsten liege ich bei meinem Herrchen auf dem Bauch.

Das ist ja toll! Wir haben einen neuen Kratzbaum bekommen. Ich klettere doch so gerne!

Herrlich! Wir dürfen bei dem schönen Wetter auf die eingezäunte Terrasse! Sunny sitzt im Grünen.

Ich lasse mir genüsslich die Sonne auf den Pelz scheinen.